Studierendenbewertung

Details

Wilhelminenspital
Wien
Innere Medizin
Wilhelminenspital - Innere Medizin

Tätigkeiten

Venflons legen, Blut abnehmen
PatientInnen untersuchen, PatientInnen aufnehmen
OP-Assistenz
Punktionen(Aszites, Pleura, etc.)
Nichtärztliche Tätigkeiten
Eigene PatientInnen betreuen
Chirurgische Wundversorgung
Sonstiges

Rahmenbedinungen

Aufwandsentschädigung
Essen gratis bzw. vergünstigt
Unterkunft von Klinik gestellt/organisiert
Arbeitszeiten wurden eingehalten

Noten

Gesamtnote5
Team/Station4
Kontakt zur Pflege3
Integration in Team4
Unterricht3
Betreuung5
Freizeit4

Sonstige Anmerkungen

Kann jedem nur davon abraten.
Ich war 4 Monate im KPJ auf der 2.!ed Abteilung für Pneumologie.
Es war reine Zeitverschwendung.

Es begann schon am ersten Tag: ich hatte mich noch nicht einmal richtig vorgestellt, da wurde ich schon gefragt ob ich Blut abnehmen kann.
Nachdem ich der einzige Student auf der Station war ( jetzt verstehe ich warum auf der Abteilung 1 Monat vor KPJ Beginn noch freue Plätze waren) konnte ich die Blute meist alleine abnehmen. Ich wurde sogar darauf hingewiesen das dies mein Job ist ( obwohl das von Seiten der Uni dem Pflegepersonal obliegt). Nachdem ich diese Aussage korrigierte, wurde ich gefragt ob ich mich für diese "niederen Tätigkeiten" zu gut finde, mein Einwand das schwere Venen schwer zu stechen bleiben und leichte leicht wurde nicht akzeptiert. Genauso wie der Einwand dasS das Pflegepersonal das venöse Management gesetzlich schon übernehmen müsste und dies an anderen Abteilungen im WSP schon der Fall sei, wurde mit einem hier ist das nicht so gekontert.

Weiters sind die Aufgaben eines KPJlers EKGs anlegen, und BLUTDRUCK MESSEN. All diese Nicht-ärtzlichen delegierbaren Tätigkeiten entsprechen unserem KERN-Aufgabenprofil. Damit durfte ich die meiste meiner Ausbildungszeit verbringen.

Ich habe kein Problem damit dies zu machen. Wenn es mal stressig für die Pflege ist, kann ich gerne aushelfen, aber es als Selbstverständlichkeit anzusehen, das sehe ich nicht ein.

Einzig Blutgase kann man gut üben, also als Tätigkeiten bzw. Skills die man nicht seit dem 2.jahr Medizinstudium kann und für die das KPJ eigentlich da ist.

Die Aufnahmen und Status werden von den Ärzten als lästig angesehen und gerne an uns KPJler entsorgt, was an sich kein Problem ist, aber ärgerlich wenn man den Patienten dann nicht führen kann bzw nicht die Kurve selber schreiben darf.
Also genau das wofür wir hier sind oder waren!!!

Arztbriefe durfte ich nach ein paar Wochen schreiben, aber habe ich da leider nie Feedback von meiner Mentorin bekommen. Eigentlich habe ich während meiner Zeit dort ca 40 Sätze mit meiner Mentorin gewechselt. Irgendwie fühlte sie sich nicht wirklich für mich zuständig und ich hatte das Gefühl ihr eher lästig zu sein, weil ich Zusatzaufwand bedeute.
Einzig eine Assistentärztin von der Onko war super und hat mir Sachen beigebracht und gezeigt. Der einzige Lichtblick, aber nach einem Monat musste sie leider weiter rotieren.

Rezepte und Überweisungen konnte man manchmal selber machen,doch war dies sehr selten und abhängig davon wie überehrgeizig der anwesende Assistentarzt war. Und wiedereinmal: kein Feedback vom Mentor.

Nach 2 Monaten kamen 4 neue KPJler, daher konnte ich weg von der Station und endlich auf die Ambulanz.
Dort habe ich dann endlich engagierte Ärzte getroffen, die sich Zeit nehmen und erklären. Dort habe ich endlich auch etwas gelernt. Sonst wären diese 4 Monate reinste Lebenszeitverschwendung gewesen. Also wenn ihr das Pech habt nur mehr auf der Pneumologie etwas zu bekommen, schaut das hr in die Ambulanz kommt -interessante Fälet und nette Ärzte.

Was war gut:
Viele Fortbildungen ( diese Startmodule sind aber zum Vergessen)
Essen ist gratis

Was war schlecht:
80% der Arbeitszeit mit Routinetätigkeiten verschwendet (Blute, EKG, RR MESSEN)
Null Betreuung, null Feedback
Man wird ausgenutzt - tätigkeiten die die anderen nicht machen wollen bleiben einfach am Studenten hängen - obwohl von Seiten der MUW mehrfach gesagt wurde das wir dies nicht machen sollen.



Ich kann das KPJ an dieser Abteilung leider überhaupt nicht empfehlen.
Mein Mentor hat mich eigentlich überhaupt nicht beachtet
Lernkurve war sehr flach.
Einzige was ich wirklich mitgenommen habe: Niemals KAV